• Wir und Corona
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    Wieder eine treue WegBegleiterin, von der wir uns als Statt-Cafe Gemeinschaft verabschieden mĂŒssen.

    Beate

    Sie ist am 31. Januar am frĂŒhen Abend auf der PalliativStation im St. Marien SeniorenHeim gestorben. Sie lebte dort seit fĂŒnf Monate  abstinent.

    Beate hatte COPD im Endstadium und litt seit vielen, vielen  Jahren an zum Teil schwersten Depressionen. Ihr LebensWille war schon  lĂ€nger gebrochen, so dass ein schönes Leben fĂŒr sie leider nicht mehr  möglich war.

    Sie war ein gern gesehener Gast bei uns im Café. Sie war freundlich und sehr angenehm im Umgang mit uns. Ich mochte sie sehr.

    Liebe Beate,
    ich bin sicher, Du hast nun Deinen Frieden und bist wieder vereint mit Deinem Udo.


    Deine petra

    Angela, Du fehlst.......

     

    Fast zehn Monate ist es her, dass Du gestorben bist liebste Angela, und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Dich denke.

    Oft mit einem GefĂŒhl von Traurigkeit und sĂŒĂŸem Schmerz. Meistens ist es ein sehr stiller Schmerz, der sich in die tiefsten Winkel meines Herzens verkrochen hat.

     Mein Leben geht weiter. Aber es ist nicht mehr wie vorher mit Dir. Es ist Ă€rmer geworden, freudloser, leerer......

    Dein Lachen und Dein liebes LÀcheln fehlen, Deine klugen Fragen, Deine Anregungen, Deine KreativitÀt, Dein Humor und Deine Kritik.

     

    Es war schön, dass ich Dich kennen lernen durfte. Du hast mein Leben reich gemacht. Danke dafĂŒr!

     

    Das Café ist lÀngst eingestellt auf eine Arbeit ohne Dich und es lÀuft gut.

     

    Und wie sagtest Du immer so schön: „Leben bedeutet VerĂ€nderung!“

     

     petra

     

    Abschied

    Liebe Angela,

    ich kann es noch nicht fassen!

    Und die Worte einfach nicht richtig finden.
    Bin unendlich traurig, da gibt es eine Freundin und Du musstest uns verlassen.

    Du hast den Kampf verloren und alles Beten hat man nicht erhört.
    Ja, Du bist erlöst, von Schmerz und langem Hoffen.
    Du hast den Mut nie verloren bis zuletzt, aber der da oben hat Dich zu sich gerufen und Du bist ihm gefolgt.

    Ich kann nur tausendmal Danke sagen, dass Du da warst, und dass ich Dich kennenlernen durfte.

    Du warst ein wunderbarer Mensch und wirst in meinem Herzen nie vergessen werden.

    Ruhe in Frieden
    und auf ein Wiedersehen da oben.

    Deine Wegbegleiterin Gertrud

    Liebste Angela,

    Du bist an einem Donnerstag gestorben.....

     

    Und wo bist Du jetzt?

    Hast Du das Licht gesehen?

    Geht es Dir gut, da wo Du jetzt bist?

    Du bist mein grĂ¶ĂŸtes Geschenk.
    Durch Dich bin ich besserer Mensch.

    Danke fĂŒr Deine Herzlichkeit.
    Danke fĂŒr Dein strahlen.
    Danke fĂŒr Deine Zuwendung.
    Danke fĂŒr Deinen wunderbaren Humor:
    Danke fĂŒr Dein VerstĂ€ndnis.
    Danke, dass Du fĂŒr mich da warst.
    Danke, dass ich Dich kennenlernte durfte.

    Danke, dass ich Deinen Weg mit Dir gehen durfte.

    Deine petra

    VerÀnderung

     

    Seit Januar 2007 komme ich regelmĂ€ĂŸig inÂŽs Statt-CafĂ©.
    Ich habe immer gesagt, dass Statt-CafĂ© ist mein zweites Wohnzimmer. Es war fĂŒr mich immer klar, hier möchte ich meine Freizeit verbringen. Hier kann ich mich austauschen, am Pc abhĂ€ngen, mal ein GruppenAngebot mitmachen, oder auch bei wichtigen Angelegenheiten mit Angela oder Claudia inÂŽs BĂŒro. Elf Jahre lang war das Statt-CafĂ© meine engste Vertraute.

     

    Nun bemerke ich seit mehreren Wochen, dass es mich nicht mehr mit der gleichen IntensitÀt inŽs Café zieht. Irgendwas ist anders...........

    Die VerÀnderung kam ganz schleichend. Mal hatte ich keine Lust, stundenlang im Café abzuhÀngen, mal bin ich auch einfach gar nicht hin.

    Was ist nur los ?
    Was ist los mit mir?

    Gibt es in der Entwicklung der Abstinenz auch ein sich Lösen von den Strukturen, die so lange so gut funktioniert haben, um genau diese Abstinenz zu stÀrken und zu fördern?
    Gibt es so etwas wie ein sich Emanzipieren vom Vertrauten?
    Von dem, was so lange Halt gegeben hat?

     

    In meinem SeelenLeben bemerke ich ab und an ein GefĂŒhl der Trauer. Ausgelöst von dem Zustand des Loslassens. Abschied fĂ€llt mir als Begriff dazu ein. Ein wenig ist es wohl so, wie wenn eine Jugendliche sich von der Kindheit verabschiedet, sich lossagt. Dahin geht, wo Eigenverantwortung nötig wird, um den Prozess des sich Lösens einzuleiten. Mir kommt die Idee, dass ich eines Tages ohne das Satt-CafĂ© leben werde. Beziehungsweise ohne die enge Anbindung an das Statt-CafĂ© leben werde. Vielleicht nur noch sporadisch das Angebot nutzen werde. Eine Alternative zum Statt-CafĂ© und dem dazugehörigen, regelmĂ€ĂŸigen Austausch gibt es noch nicht. Nur der leise Wunsch macht sich allmĂ€hlich breit. Es ist der Wunsch nach Autonomie.

    Jetzt ist es 05:50 Uhr. Es ist Montag und ich habe heute noch frei. Und natĂŒrlich gehe ich zum Statt-CafĂ© zum FrĂŒhstĂŒck. Ich werde mal ĂŒber meine Gedanken reden. Mal hören, was Angela und die anderen dazu meinen.

    Weil so ganz ohne das Statt-Café geht es dann doch (noch) nicht!

     

     

    petra.

     

    Die letzte Reise........

    Unser lieber Freund und WegBegleiter Dirk ist gestorben.
    Er ist Freitag frĂŒh gegen 04:05 Uhr nach schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen......

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    Dirk war ein besonderer Mensch; Keiner, der große Worte machte, aber was er sagte, hatte immer Hand und Fuß. Seine große Leidenschaft war der FußballVerein Schalke 04. DafĂŒr lebte er, und ĂŒber den Tod hinaus war er mit dem Verein verbunden. Am Samstag wird  er in Gelsenkirchen auf dem SchalkeFriedhof beigesetzt. RiP

    Dirk war geradlinig und sehr mutig. Ich kenne niemanden, der so mutig mit seiner Krankheit und dem nahenden Tod umging wie er. Dirk sah dem allen gefasst ins Auge und klagte nicht. In aller Ruhe kĂŒmmerte er sich um eine PatientenVerfĂŒgung und erledigte seine FormalitĂ€ten fĂŒr seine Bestattung. Als es soweit war, dass er keine Hoffnung mehr sah, seine Krankheit zu ĂŒberleben, brach er alle Behandlungen ab und zog in ein Hospiz, um zu sterben.......

     

    Ich sehŽ ihn noch am Tresen im Statt-Cafe sitzen und höre ihn noch eine Cola bestellen.

     

    Lieber Dirk, ich wĂŒnsche Dir eine gute, letzte Reise. Wir sehen uns wieder.......

     

    petra.

     

    Ich lebe noch ...


    Seit 10 Monaten haben mich nun die Franken wohl oder ĂŒbel in ihr Herz geschlossen und damit ich den Ratingern nicht verloren gehe, melde ich mich mal zu Wort. Ein kleines Lebenszeichen von mir, damit ihr nicht denkt, ich wĂŒrde nicht an Euch denken. Mein Umzug in die neue Heimat verlief turbulent, dank meinen treuen Ergebenen (Scherz). Danke nochmal allen Helfern, ohne Euch wĂ€re ich aufgeschmissen gewesen. Dennoch hat es der Transporter nach Bayern geschafft. Der nĂ€chste Tag wurde dann nochmal hektisch, aber auch dies verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Nun war ich endlich in Erlangen angelangt und stellte fest, dass die Wohnung zu klein ist. Naja, umziehen geht mir ja jetzt ganz leicht von der Hand, dann kann ich also den NĂ€chsten planen, aber das darf noch etwas warten.

    Mittlerweile habe ich von der Rentenversicherung eine Maßnahme begonnen, dafĂŒr fahre ich jeden Morgen nach NĂŒrnberg ins Berufsförderungswerk und schlage mich dort mit Bewerbungsschreiben rum. Zwischendurch mache ich mehrere Praktika, mit der Hoffnung, bei der jeweiligen Praktikumsstelle ĂŒbernommen zu werden. Ganz schön spannend ...

    Jetzt gerade erst war die Bergkirchweih in Erlangen. Da wird der Berg erklommen und damit man nicht vom Fleisch fĂ€llt, findet man ĂŒberall FressstĂ€nde. Kurz gesagt, die sogenannte Kerwah ist wie das Oktoberfest in MĂŒnchen. Viel Kirmes um nix. Aber schee...

    So meine Lieben, ein kurzer Überblick ĂŒber das, was so bei mir los ist. Man liest sich.

    Eure liebreizende Ehrenamtliche/Assistentin/Kicker Queen

    Bianka

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