• Wir und Corona

    Advent - Wir sind mitten im Advent

    Advent heißt ankommen......

    Die Bibel spricht von der Geburt Jesu, dem Erlöser. Kinder sehen wohl eher die Geschenke, die es dann an Weihnachten gibt.
    Weihnachten, das Fest der Feste.
    Die Gelegenheit.....
    Gelegenheit, Freude zu schenken
    Gelegenheit, lecker zu essen
    Gelegenheit, nett zusammen zu sein
    Gelegenheit, zu trinken, weil die Einsamkeit zu groß ist

    FĂŒr manche ist Weihnachten etwas ganz Besonderes, weil alles so festlich geschmĂŒckt ist und die vielen Kerzen ein so schönes warmes Licht machen. Ich kenne auch Menschen, die sagen, “FĂŒr mich ist Weihnachten ein Tag wie jeder andere!”

    FĂŒr mich selbst ist es ein Tag, der mich daran erinnert, wie kostbar das Leben ist.....

    Und fĂŒr Euch ?
    Was bedeutet Weihnachten fĂŒr Euch?

    Petra

     

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    Hallo liebe Stattcafebesucher und die, die es vielleicht mal werden, 

    Ich hatte bei dem ersten Lockdown ein wenig von mir geschrieben. Vielleicht hat der Ein oder Andere es gelesen. Damals ging es mir gut.

    Es ist nun so , dass es mir nicht mehr so gut geht, wie beim ersten Lockdown. Obwohl sich ja nicht viel verĂ€ndert hat. Es ist das gleiche und doch auch nicht. Zumindest nicht fĂŒr mich. 

    Ich arbeite nach wie vor und bekomme tatsÀchlich noch immer mein volles Gehalt. Da habe ich einen riesen Vorteil im Gegensatz zu manch anderem. Von den armen selbststÀndigen Menschen usw. mag ich gar nicht schreiben... .

    Meine Arbeit ist aber nun meist im Homeoffice. Nur noch einmal in der Woche sehe ich meine Kollegin und wir haben zusammen Dienst. Zwei Tage in der Woche bin ich alleine im BĂŒro und an den anderen beiden Tagen bin ich im Homeoffice.

    Ich sage es jetzt mal so, wie es eben einfach ist. Ich fĂŒhle mich einsam. Trotz PĂŒppi. Trotz Kontakt zu den Eltern. Trotz Kontakt online zu Freunden. Trotz Kontakt zur Selbsthilfegruppe jede Woche online. Es ist halt online und nicht dasselbe. Ich vermisse Umarmungen, spontane Besuche. Ich vermisse, durch die Stadt zu bummeln und einen Kaffee zu trinken. Ich vermisse das Stattcafe. Ich vermisse irgendwie alles... .

    Das warÂŽs schon... .

    Eure Jana     

    11.02.2021

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    Neues aus dem Exil

    Guten Abend Ihr lieben Menschen,

    ich kann fĂŒr meinen Teil nur sagen, dass ich mit der ungewöhnlichen Situation gut zurechtkomme.

    Ich habe meinen geregelten Tagesablauf und beginne um 7:30 jeden Morgen meine Arbeit im Home-Office.

     

    Die GesprÀche mit unseren eskalativen Kunden sind sehr entspannt, da die Leute in der Situation froh sind, wenn ihnen geholfen wird. Ich schwöre, ich habe in letzter Zeit keinen Kunden meckern gehört. Alle sind seit dem Pandemieausbruch irgendwie gelassener und ruhiger geworden.

    Die ist zumindest mein Eindruck. Wobei meine Kollegen immer sagen, dass sie von meiner Ruhe und meiner positiven Einstellung gerne eine Scheibe abhĂ€tten und ich dies auf die Kunden ĂŒbertrage.

    Zwischendurch gehe ich mit meiner Luna spazieren, kann dabei entspannen und bekomme den Kopf frei.

    Nachmittags oder abends koche ich fĂŒr meine Familie und wir gehen zusammen mit dem Hund raus. Der Alltag geht weiter so oder so.

    Ich bin der Meinung, dass es nichts bringt, den ganzen Tag ĂŒber die Corona Krise zu grĂŒbeln, da ich es eh nicht Ă€ndern kann. Mich interessieren hierzu auch keine Zahlen, da ich es schlimm genug finde, dass unsere schöne Welt von solch einer Katastrophe betroffen ist.

     

    Positiv finde ich es, dass sich die Natur ein wenig erholen kann, das die ganzen Dreckschleudern nicht fahren oder fliegen können.

     

    So es reicht von mir. Ich hoffe, ich sehe euch Alle gesund und munter wieder. Denkt positiv und lasst euch von dem ganzen Drumherum nicht runterziehen.

    LG

    Guido

    23.04.2020

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    Corona.... was macht das mit mir?

     

    Es gab eine Zeit in meinem Leben, da dachte ich, ich könnte nicht alleine leben ... das war nach der Trennung meines Mannes. Ich hatte AngstzustÀnde, Panik. Ich wusste nicht wohin mit mir und war einfach nur traurig und Àngstlich. Ich habe da auch getrunken, um irgendwie klar zu kommen.

    FĂŒr mich hatte sich irgendwie dank meiner Selbsthilfegruppe Freedom, FrauenfrĂŒhstĂŒck, GesprĂ€che mit den Hauptamtlichen des Stattcafes, dank meines Freundeskreises und dank meiner Familie alles zum Guten gewendet. Denn sie alle haben mich in welcher Form auch immer begleitet und unterstĂŒtzt.

     

    Diese Zeit jetzt, ist fĂŒr mich eine Besondere. Denn ich habe gerade eigentlich nur mich. Und meine kleine PĂŒppi.

    Was ich nie fĂŒr möglich gehalten habe ist eingetroffen. Ich genĂŒge mir selbst. Und ich bin zufrieden und glĂŒcklich mit mir alleine und mit meiner PĂŒppi.

     

    Wie ich das schaffe?

    Ich bin nach meiner Arbeit ganz viel draußen in der Natur. Ich liebe es zu fotografieren, ich liebe es neue Ecken Ratingens und Umgebung zu entdecken. Ich liebe es zu malen, ich sehe gerne fern, ich mache FaceTime mit Freunden und Familie. Ich habe meinen Balkon schön gemacht. Meine Wohnung ist sauber und gemĂŒtlich. Ich bin unglaublich kreativ geworden ... und einfallsreich. Ich, die so sehr Angst hatte vor dem Alleine sein. Ich habe es geschafft mir meine eigene kleine Welt zu kreieren, die fĂŒr mich gerade sehr sicher ist und sich unglaublich gut anfĂŒhlt. Nie hĂ€tte ich gedacht das ich dazu in der Lage sein könnte. Aber ich kann es!

    Selbst meine Ängste was meine finanzielle Lage angeht löst sich irgendwie. Auf mich wird Kurzarbeit zukommen. 60% meines Gehaltes. Da ich als BĂŒrokauffrau auf ein eher geringes Einkommen angewiesen bin, wĂ€ren 60 % mein Ruin. Mein Chef ist ein toller Mensch, er hat mir zugesichert das er mir hilft auch diesen Engpass zu ĂŒberstehen. Danke dafĂŒr <3

     

    Zum Schluss... Ich war nun ein paarmal auf unserer Terrasse. Alleine. Ich liebe unsere Leine. Dort hĂ€ngen unsere schönen Bilder, die Mut machen und das ich nie nie alleine bin. Auch danke dafĂŒr.

     

    Wenn wir irgendwann alle wieder zusammen bin mag ich ein paar von euch ganz arg drĂŒcken. Einfach so...

     

    Eure Jana und PĂŒppi

    22.04.2020

     

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    Hallo Ihr Lieben,

     

    es ist Sonntag, noch recht frĂŒh am Morgen und mein Herz ist schwer.

    Als ich wach wurde, war da dieses bedrĂŒckende GefĂŒhl und meine Gedanken waren sorgenvoll in die Zukunft gerichtet. Die Corona-Krise hat mich fest im Griff im Moment und ich male mir die schlimmsten Bilder aus.

    Ich stelle mir vor, dass die wirtschaftliche Not die Menschen auf die Straßen treibt und es zu BĂŒrgerkriegs Ă€hnlichen ZustĂ€nden kommt und dadurch die soziale Ordnung in den HinterGrund gerĂ€t.

    Ich stelle mir vor, dass es fĂŒr mich keine Gelder mehr vom Amt gibt und ich keine Arbeit finde, die mein finanzielles Auskommen sichert. Dadurch wĂ€re ich dann vielleicht wieder gezwungen, kriminell zu werden, zu stehlen und zu betrĂŒgen.

    Ich stelle mir vor, dass meine stabile Abstinenz dadurch ins Wanken gerÀt und ich wieder anfange zu konsumieren.

     

    Das sind so die drei Szenarien, die mich gerade umtreiben. Hinzu kommt, dass meine Trauer um Angela gerade sehr wach ist und der Verlust, nicht mit ihr reden zu können, sehr schmerzt.

     

    Ja, liebe Leute, so ist mein Zustand im Moment. Mir das von der Seele zu schreiben, tut gut. Es neutralisiert meine GefĂŒhle und lĂ€sst sie mich aus der Distanz heraus betrachten. Schreiben ist fĂŒr mich immer ein adĂ€quates WerkZeug mich auszudrĂŒcken. Es ist kreativ und bringt mich dazu, ein wenig Abstand zu meiner GefĂŒhlsWelt zu bekommen. Schreiben hat also auch immer eine therapeutische Komponente fĂŒr mich.

     

    Jetzt werde ich mir gleich einen frischen Kaffee aufsetzten und mir meine Lieblings CD anhören. Sie ist von einer österreichischen Band, die Edmund heißt. Ihr zweistimmiger Gesang und die schönen Melodien berĂŒhren mein Herz und heilen es immer wieder ein wenig.

     

    Ich hoffe, ihr kommt alle unbeschadet durch diese schwierige Zeit. Bleibt bitte gesund, bleibt bitte abstinent und lasst es Euch auch immer wieder gut gehen.......

     

    TschĂŒĂŸ

    Eure petra

     

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    Guten Morgen liebe Leute,

    um halb vier heute morgen war die Nacht fĂŒr mich vorbei und ich habe mich mit einem frischen Kaffee und bei KerzenSchein auf die Couch gesetzt und meine LieblingsMusik gehört. Dabei kam mir die Idee, Euch meine Gedanken zur CoronaPandemie und deren Auswirkungen mitzuteilen.

    Nach ĂŒber drei Wochen Isolation, habe ich auch schon den ersten LagerKoller gut und abstinent ĂŒberstanden. GesprĂ€che mit ein paar von Euch haben mir dabei geholfen, aus der kleinen Krise rauszukommen. Heute morgen geht es mir sehr gut. Ich habe gut geschlafen, ich fĂŒhle mich gesund, habe ein gemĂŒtliches Dach ĂŒber den Kopf und lecker zu essen, weil der KĂŒhlSchrank gut gefĂŒllt ist....

    Dennoch, ich bin auch froh ĂŒber die CoronaKrise, weil sie mir zeigt, was wirklich fĂŒr mich zĂ€hlt. Wichtigkeiten treten in den VorderGrund. Ich habe noch nie soviel telefoniert und war noch nie so dankbar, dass ich zur Zeit ohne festen Job bin. So kann ich mich ganz auf mich  und meine BedĂŒrfnisse konzentrieren und trotzdem bekomme ich mein Geld zum Leben. Ich bin echt gesegnet.

    Ich bin auch sehr froh, dass es Fernsehen gibt. Wann immer ich Ablenkung brauche, oder etwas Schönes sehen will, schalte ich den Fernseher ein. Dort gibt es bei so vielen Programmen immer was zu schauŽn. Aber manchmal sitze ich auch ganz einfach nur auf meiner Couch und schaue in den Himmel und in die BÀume. Die AusSicht aus meinem Fenster ist schön und lÀdt zum TrÀumen ein. Das gibt meiner Seele die Möglichkeit zu heilen.

    Denn Heilung ist immer noch Thema. Angela ist tot und ich bin in Trauer. Nicht rund um die Uhr und nicht 24 Stunden am Tag. Aber immer wieder ist da der Schmerz in meinem Herzen und die TrÀnen in meinen Augen. So lebe ich mit dem Wissen um einen Verlust, wie ich ihn bisher noch nicht durchlebt habe.

    Wie geht es Euch in diesen ungewöhnlichen Zeiten?

    Vielleicht lese ich ja hier an dieser Stelle von der einen oder dem anderen. Das wĂŒrde mich sehr freuen.........

    MachtÂŽs gut Ihr Lieben.

    Bleibt oder werdet wieder gesund.

     Eure petra

     

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